Waldgenossenschaft Ollarzried

Die Entstehung der Waldgenossenschaft

 

Die Waldgenossenschaft Ollarzried entstand bei der Verschmelzung der Raiffeisenkasse Ollarzried
mit der Volksbank Ottobeuren. Der Vorgänger der Raiffeisenkasse war der Spar und Darlehenskassen-
verein Ollarzried. Im Dezember 1910  gründeten  17 Bauern und Gewerbetreibende diesen Verein.
Er entwickelte sich bis zum 1.Weltkrieg zufrieden stellend. In  jener Vorkriegszeit, die man später als
Goldene Zeit nannte.
Ein bedeutendes Ereignis für den jungen Verein hat sich ergeben, als im Januar 1917 die Ökonomie-
Gebäuden des Lixenhofes in der Gemeinde Hopferbach abbrannten. Infolge vorgeschrittenen Alters
des Besitzers  Xaver Mendler und der familiären  Verhältnisse, entschloss sich dieser den Gutshof
zu verkaufen. Zu diesem Anwesen gehörten damals 260 Tagwerk Wiesen und Waldgrundstücke.
Eine Kaufkommission des Spar und Darlehenskassen Vereins hatte einen schweren
Stand. Denn es gab auch andere Händler, die an diesem Projekt  Interesse hatten.
Vor allem aber auch der Wankelmut des Verkäufers, des alten Lix, wie man ihn nannte,
bis man ihn endlich in den späten Abendstunden zum Protokoll brachte.
Unterschrift beim Notar. Nachts 23.oo Uhr. 
Der Verein  verkaufte dann das Lebende und Tote Inventar, sowie Grundstücke
an angrenzende Landwirte und baute unter eigener Regie die abgebrannten
Gebäude wieder auf.
Auch für das vom Brand verschonte Wohnhaus, die wieder aufgebauten landwirt-
schaftlichen Gebäuden und 80 Tagwerk Grundstücke, wurde ein Käufer gefunden.
Dem Spar und Darlehnskassen Verein verblieben 36 Tagwerk Wald, 
unser heutiger Vereinswald und 6000 Mark, welche jedoch der Inflation zum Opfer fielen.

 

Von der Spar- und Darlehenskasse zur Raiffeisenbank

 
Nach dem 2.Weltkrieg wurde wieder neu gestartet. Bei der Währungsreform im Juni
1948 war die Kasse wieder voll in Betrieb. Jedem Bürger wurden damals 40.oo
Deutsche Mark als Kopfgeld ausgezahlt und die Währungsumstellung vorgenommen   
Ab dieser Zeit wurde auch der Warenverkehr betrieben.

 

Erst Waggonweise, dann Sackware. Dazu benötigte man dann auch ein Lagerhaus, 
das dann 1951 am Eschweg gebaut wurde.
1954 wurde die Spar und Darlehenskasse in Raiffeisenkasse umbenannt.

Filiale der Volksbank Ottobeuren
und Umbenennung zur Waldgenossenschaft

1968 wurde die Verschmelzung der Raiffeisenkasse Ollarzried mit der Volksbank
Ottobeuren beschlossen. Bei dieser Versammlung wurde die Umbenennung der
Raiffeisenkasse in Waldgenossenschaft vollzogen. Danach wurde das Geld und
Warengeschäft an die Volksbank abgegeben.

Mit dem Neubau des Geschäfts und Lagerhauses wurde im Jahr 1969 begonnen.
Die Einweihung dieses Hauses fand am 1.Juni 1970 statt. Dieses Gebäude war eine
Bereicherung für das Ortsbild und ein Fortschritt für das Bank und Warengeschäft.
Es ist Eigentum der Waldgenossenschaft Ollarzried.

 

Durch die Unterbringung der örtlichen Feuerwehr in der Kellergarage des neuen
Geschäftshauses, bekam dieser Verein einen geeigneten Unterstellplatz fürs
Feuerwehrauto und Gerätschaften.

 

1979 fand auch der Schützenverein im alten Lagerhaus ein Zuhause für Sport
und Unterhaltung. Den dazu nötigen Umbau leistete der Verein aus eigener
Initiative. Auch dieses Haus ist weiterhin Eigentum der Waldgenossenschaft.

Im Jahre 1998 wurde der Keller unter dem Kassenraum an den Fußball Club
Ollarzried vermietet. Dieser baute ihn zu Umkleideräumen um. Auch eine
Duschkabine und Toiletten wurden installiert, Die Materialkosten übernahm 

die Waldgenossenschaft.      

 

Am 31.12.2001 kam dann das endgültige Aus für die Raiffeisenkasse Ollarzried
Und auch das Ende der Deutschen Mark.

 

Als die Feuersirenen in der Nacht zum 8.Januar 2002 heulten, konnte noch
Niemand ahnen, dass für das ehemalige Bank und Lagerhaus eine neue Aera
begann.


Was wird aus Ollarzried, wenn die Gastwirtschaft Mohren nicht mehr aufgebaut wird. ?

Im Herbst 2002 wurde der Verein Ollarzried Aktiv gegründet. Die Herren um 
Peter Baur versammelten sich um zu beraten, ob ein Ausbau des Stichsaales
oder ein Umbau des ehemaligen Bank und Lagerhauses zu einem Gasthaus
eignen würde. Die Entscheidung war der Umbau des Bankgebäudes.

Zwischen der Waldgenossenschaft als Besitzer und dem Verein Aktiv wurde ein
Mietvertrag ausgehandelt und im Januar 2003 unterzeichnet.

 

Beim Umbau übernahm die Waldgenossenschaft die Kosten für Fenster, Türen
und Teils der Baustoffe.

 

Bei einem Unwetter kurz vor der Eröffnung der Gaststätte, bei dem faustgrosse
Hagelkörner niederprasselten, wurde das Eternitdach so schwer beschädigt, dass
nur noch eine Neueindeckung in Frage kam.

 

Im Juni 2003 wurde die Gaststätte Hoigata eröffnet.