Dorf vital

Mitteilung

Bayerischer Staatsminister für
Landwirtschaft und Forsten

Herrn 1. Bürgermeister
Bernd Schäfer
Marktplatz 6
87724 Ottobeuren                                                 

Aktionsprogramm Dorf v i t a l“;
Wettbewerb 
 Dorf v i t a l“ – Ergebnis

Anlagen
Ergebnisübersicht
Jurybegründung
Pressemitteilung 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schäfer, 

Ollarzried wurde beim Wettbewerb „Dorf v i t a l“ in der Kategorie „Dörfer
mit herausragenden Teilleistungen zur Vitalitätsverbesserung“ als 

Preisträger
ausgezeichnet und erhält eine Geldprämie in Höhe von  3 000 €. 

Wir beglückwünschen Sie sehr herzlich zu dieser Auszeichnung in einem
starken Teilnehmerfeld von 34 Dörfern aus ganz Bayern und bitten Sie, unsere
Glückwünsche auch allen Bürgerinnen und Bürgern zu übermitteln.
Ollarzried leistet durch seine vorbildliche Innenentwicklung beispielgeben
des für vitale Dörfer sowie die Attraktivität und die Zukunftssicherung des
ländlichen Raumes in Bayern. 

Schon heute dürfen wir Sie zusammen mit einer Delegation aus Ollarzried
für Anfang 2007 zu einer feierlichen Siegerehrung einladen. Eine gesonderte
Einladung erhalten Sie rechtzeitig.
 

Mit freundlichen Grüßen 
Josef Miller                                          Dr. Uwe Brandl
Bayerischer Staatsminister                     Präsident
für Landwirtschaft und Forsten               des Bayerischen Gemeindetags
 

 

Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten


Bayerische Gemeinden – innovativ und engagiert 
Zwölf Preisträger des Wettbewerbs „Dorf vital“ 

 München – Zwölf bayerische Dörfer sind für ihre innovativen Entwicklungskonzepte und das besondere Engagement ihrer Bürger von Landwirtschaftsminister Josef Miller ausgezeichnet worden: Sie sind Preisträger des im Frühjahr ausgelobten Wettbewerbs „Dorf vital“. Ei-ne Geldprämie von 6 000 Euro erhalten die Ortschaften Grucking (Lkr. Er-ding), Hopferstadt (Lkr. Würzburg) und Obbach (Lkr. Schweinfurt). 4 000 Euro erhalten Ascha (Lkr. Straubing-Bogen), Ast und Hirschhöf zu-sammen (Lkr. Cham), Mariakirchen (Lkr. Rottal-Inn), Schleching (Lkr. Traunstein) sowie Seeg (Lkr. Ostallgäu), jeweils 3 000 Euro gehen an die Ortschaften Engelsberg (Lkr. Neumarkt i. d. OPf.), Großbreitenbronn (Lkr. Ansbach), Ollarzried (Lkr. Unterallgäu) sowie gemeinsam Offenberg, Wolf-stein und Hubing (Lkr. Deggendorf). Zwölf weiteren Projekten wird eine Anerkennung ausgesprochen. In einem gemeinsamen Schreiben gratulierten der Minister und Ge-meindetagspräsident Dr. Uwe Brandl den Preisträgern. Miller: „Die Ge-meinden zeigen beispielhaft, wie eine positive Innenentwicklung die Vitali-tät des Dorfs steigert. Dies trägt insgesamt zur Attraktivität und Zukunftssi-cherung des ganzen ländlichen Raums bei.“ Die Beispiele der ausgezeichne-ten Dörfer zeigen laut Miller, dass technische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Innovationen im ländlichen Raum genauso daheim sind wie in den Ballungsgebieten. Charakteristisch ist bei allen Preisträgern das beson-dere Engagement der Bürger. „Sie übernehmen Verantwortung für ihr Dorf von morgen, für ein Dorf mit Lebensqualität und Zukunft“, so der Minister. 

Insgesamt waren 34 Projekte eingereicht worden. Bewertet wurden vor allem drei Kriterien: die bauliche und soziale Innenentwicklung, die Funkti-onsvielfalt sowie die Dorf- und Verantwortungsgemeinschaft. Die Sieger erhalten ihre Preise und Auszeichnungen Anfang nächstes Jahr. Die prä-mierten Beiträge werden in einer Dokumentation als Ideensammlung und Impulsgeber für die Praxis in der Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung veröffentlicht. 

Der Minister hatte den Wettbewerb im Rahmen des gleichnamigen Ak-tionsprogramms gestartet. Dieses Programm, das laut Miller kein neues För-derprogramm ist, soll den Dörfern als Anregung Arbeitshilfen an die Hand geben. „Wir wollen die Gemeinden dabei unterstützen, die Potentiale ihrer Innenentwicklung zu erkennen und rechtzeitig eigene Vitalitätsstrategien zu entwickeln“, so der Minister. Im Mittelpunkt stehen dabei die bauliche und soziale Entwicklung in Dörfern und Dorfkernen, das Bodenmanagement in Dorf und Flur, gemeindeübergreifende Problemlösungen sowie die Ausrich-tung auf eine Verantwortungsgemeinschaft zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung. 

Achtung Redaktionen: Eine Liste der Preisträger sowie der Projekte mit Anerkennung liegt bei. Die Jurybegründungen zum Wettbewerb und weitere Informationen zum Aktionsprogramm „Dorf vital“ sind im Internet unter der Adresse www.dorfvital.bayern.de zu finden.

 

  Ollarzried/
  
Ottobeuren, Lkr. Unterallgäu
 

  Preisträger
 

  Kategorie „Dörfer mit  
  herausragenden Teilleistungen zur  
  Vitalitätsverbesserung“ für die  
  Teilleistung „Herausragende 
  dörfliche Eigeninitiative“

 

  Auszeichnung mit einem Preisgeld  
  in Höhe von 3 000 € 


 

 

 

 



Jurybewertung

 Für Ollarzried mit ca. 325 Einwohnern schaffte nach Jahren des kontinuierlichen Verlustes an Einrichtungen und Funktionen die Bevölkerung eine bemerkenswerte Trendwende durch die Gründung des Vereins „Ollarzried aktiv“ im Jahr 2002, der sich übergreifend um die Belange des Dorfes kümmert und dem fast alle Bewohner über 18 Jahren angehören. Ein leerstehendes Bank- und Lagerhausgebäude wurde gemietet und durch den Arbeitseinsatz von 4 000 ehrenamtlichen Stunden sowie mit Spenden und Darlehen der Bevölkerung zur Dorfwirtschaft mit Mehrzwecksaal umgebaut. Zwei Jahre später wurde der Dorfanger in einer Gemeinschaftsaktion neu gestaltet und auch noch das alte Schulgebäude renoviert. Die Ollarzrieder haben es mit viel Mut und Tatkraft und nur geringer finanzieller Förderung von Außen geschafft, ihr Dorf zu einem ganz herausragenden Beispiel für dörfliche Eigeninitiative und Verantwortungsgemeinschaft zu machen und eine stark negative Entwicklung in einen vitalen Aufschwung zu wandeln.

Aktuell

Wettbewerb Dorf vital

Augsburg - Mit ihren innovativen Entwicklungskonzepten und  dem großen Engagement ihrer Bürger waren 24 bayerische Dörfer beim landesweiten Wettbewerb „Dorf vital“ erfolgreich. Bei einem Festakt in Augsburg wurden sie am Donnerstag von Landwirtschaftsminister Josef Miller und Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl dafür ausgezeichnet. „In Zeiten eines starken Wandels in der Bevölkerung und der Landwirtschaft sind lebendige Dörfer und Gemeinden das Rückgrat eines stabilen ländlichen Raums“, sagte der Minister.


 Die Projekte der Preisträger zeigen  nach  den Worten Millers beispielhaft,  wie  die vorhandenen baulichen Potenziale in den Dörfern für die Vitalisierung der  Dorfkerne und die Ortsentwicklung genutzt werden können. Bewertet wurden die bauliche und soziale Innenentwicklung, die Funktionsvielfalt sowie die Dorf- und 
 Verantwortungsgemeinschaft. Vor allem der engagierte Einsatz der Bürgerinnen und Bürger ist laut Milleenorm wichtig: 
 „Sie übernehmen damit Verantwortung und gestalten aktiv die Zukunft ihrer Gemeinden.“

 Der von Miller und Brandl ausgelobte Wettbewerb war Bestandteil des Programms „Dorf vital“. Im Mittelpunkt dieses Programms steht ein sogenannter  Vitalitäts-Check. Dabei analysieren die Fachleute der Ländlichen Entwicklung gemeinsam mit Bürgermeistern, Gemeinderäten und Bürgern den baulichen und sozialen Entwicklungsstand eines Dorfs. Die Analyse ist Grundlage für weitere Handlungsstrategien und konkrete Maßnahmen. 

Informationen zu den ausgezeichneten Projekten sind im Internet unter der Adresse
www.dorfvital.bayern.de zu finden.

Ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten!!!!!!!